
fehler... bringen einen weiter. das sagt unter anderem in einem interview der autor von Die Perfektionierer, Klaus Werle. das buch habe ich noch nicht gelesen, aber ich gehöre auch zu denen, die bei diesen sprüchen immer brav nicken.
und trotzdem... manchmal frage ich mich, wohin geht es denn bitteschön? weiter wohin? zum besseren menschen? muss das sein? kann ich, darf ich nicht einfach so bleiben, wie ich bin?
und doch! ja! das richtige tun... das will ich auch. immer wieder. tagtäglich. eigentlich ständig. so, dass es mir selbst manchmal lästig ist.
aber ich frage mich, wie wäre das, wenn es mir gelingen würde nicht mehr in den kategorien falsch und richtig zu denken?
vielmehr in individuellen, in kollektiven bedürfnissen, die wahrgenommen, berücksichtigt, gestillt werden wollen. immer wieder. tagtäglich. eigentlich ständig.

diesen satz habe ich vor ein paar tagen in berlin gesehen, als wir auf wohnunssuche waren.
ja, wir gehen wieder nach berlin.
zurück.
weg aus freiburg.
und während ich dieses foto schoss und in der flimmernden hitze die s-bahn unter mir über die gleise donnerte, über mir noch ein tösendes flugzeug tegel ansteuerte, dachte ich wieder: wieso um alles in der welt brauchst du die grosse, schnelle, hektische? was ist es, das dich hier so fasziniert, so bindet, so verwurzelt sein lässt?
und ich dachte an die schafe, die vor unserer abfahrt auf dem hügel vor unserem freiburger mehrfamilienhaus blökten, die grillen, der fluss, die unbeschreiblich laue luft, das gute wasser aus der leitung, das besser schmeckt als alle französischen wasserflaschenimporte zusammen und fragte mich, warum mir das nicht reichen kann und wie sehr ich das alles vermissen werde!
ich freue mich, dass wir wieder zurück gehen.
und nein, ich weiss nicht, ob es ein fehler war aus berlin weg zu gehen oder jetzt nicht hier zu bleiben, aber wenn ich an bedürfnisse denke und nicht an fehler, dann weiss ich: diese beiden orte echoen in meinem herzen. ein nachhall der mir bewusst macht, wie wichtig für mich der ausgleich ist zwischen der natur, der stille und eben meinem berlin.

und weil ich ab jetzt ja nicht mehr in fehlern denken will... ist dieser versuch wolle für ein strickjacke zu färben auch kein fehlversuch, sondern leider eine farbe, die nicht gsnz meinen bedürfnissen entspricht.
in diesem sinne sucht dieses rowan purelife - organic wool mit sewo-farben gefärbte wunderbar kuschelige garn (500 gr /1250 m lauflänge) neue strickerinnen.
bei interesse bitte mail an mich :)
sehr schön geschrieben! der eigene Weg, der für einen richtig ist,mag dem betrachter eventuel falsche erscheinen. aber das ist nicht wichtig! nciht wirklich jedenfalls! der betrachter ist ja auch nicht für einen glücklich.
AntwortenLöschenLg Ka
ohgott bitte schenk mir die rechtschreibfehler aus meinem kommentar.. tausend sachen gleichzeitig machen ist manchmal doch nicht so gut!
AntwortenLöschensorry
sehr gut geschrieben.
AntwortenLöschenIch stehe ja so oft mit Menschen in Konflikt, die mir sagen, wo meine Fehler waren.....dabei waren es nur nicht gut erkennbare Schritte in das Leben, das ich mir gewünscht habe. Nicht, dass alles richtig war oder nicht kritikwürdig...es ist einfach in diesen Kategorien überhaupt nicht zu erfassen - es ist einfach das Leben.
Und so ist es nicht verwunderlich, dass ich diese Farbe auch nicht fehlerhaft finde, sondern fröhlich.
naja, und berlin ist quasi um die Ecke....das fidne ich gut, hier gibt es blökende Schafe Edina!
lg
mandy
liebe ka, liebe mandy, ich habe mich sehr über eure kommentare gefreut
AntwortenLöschenstimmt, glücklich muss man alleine sein... ähmmm, stimmt so auch wieder nicht, oder?? na, ihr wisst schon was ich meine... :)
und wenn ich wieder in berlin bin, komme ich gerne vorbei und hör mir mal eure schafe an, liebe mandy ;)
liebe grüsse