Freitag, 23. April 2010

caitleen

so, da ist sie nun. darf ich vorstellen? meine neue mitbewohnerin

caitleen

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ein geschenk! von emi, petzi und grainee. emi hatte das rad ersteigert, petzi repariert und grainee hat alles durch die gegend kutschiert und voilà da ist es nun: MEIN spinnrad!

unglaublich, nicht wahr?

ich habe emi vor einigen wochen angerufen, um sie zu fragen, wo ich mir vielleicht mal ein spinnrad ansehen könnte und sie hat mich eingeladen. mich an ihr spinnrad gesetzt und mir einige stunden ihrer zeit, einen berg an wolle und nun auch noch caitleen geschenkt. 
das alles einfach so, weil sie eine gute seele ist. so was gibt es!
menschen, die etwas einfach so machen, ohne nach profit zu fragen.
ohne geld! etwas, dass ich schon lange immer wieder beobachte, suche, infrage gestellt habe und was mir manchmal, ganz unerwartet, immer wieder mal begegnet.
danke!

seitdem sitze ich hier, mit einem warmen herzen und spinne fröhlich vor mich hin.
wenn sich das rad dreht und ich meine wolle durch die finger gleiten spüre, dann hat das etwas beruhigendes. langsam entspannen, der kopf klärt sich und ruhe kehrt ein. die zeit fliegt. etwas rohes nimmt form an. etwas, das lebendig war und bleibt. mich verbindet mit den schafen, dort drausen, die wieder auf dem kleinen hügel vor unserem haus grasen und ihre mäh-rufe durch die laue frühlingsluft zu mir an mein spinnrad dringen. verbunden mit allen, die mit ihren händen schaffen, arbeiten, kreativ sind. die diese genugtuung spüren können. danke!


 DSC02770



here she comes...
caitleen my new housemate. she is a little present from the spinning ladies emi, petzi and grainee. isn't this great? and i even hardly know them. actually, i know only emi who introduced me to spinning. she is such a nice lady. i called her to ask about spinning. this was enough to be invited to her house, get some spinning lessons and next time i saw her, she introduced me to caitleen. i still cannot believe it! all for me.
and now... it is incredible how relaxing spinning is! after a daylong up and down caitleen makes me calm down, sit and ohhhhhhmmmmmmm... there goes all the stress :) and my heart warms.
love it!
thank you so much emi :)

10 Kommentare:

  1. Das hört sich, von Dir geschrieben, so gut an! Und wenn Du mal Stadtsucht hast und nicht die Große Tolle willst - Köln ist auch immer mal ein Wochenende wert. Überschaubar wild eben! Unsere Kinder lieben es!

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  2. Oh, da bin ich jetzt schon ein bisschen neidisch. ;-)
    Spinnen würd ich auch gerne und ein neues Rad ist halt schon teuer.

    Liebe Grüße, Karin

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  3. wie schöne Worte! Ich kann das verstehen, es ist so wunderbar, diese Glücksgefühl, wenn Ruhe in die Seele einkehrt.

    Ich denke manchmal, wie ausgeglichen Menschen früher gewesen sein müssen, als sie sich ihren Arbeiten noch so ganz und gar hingeben konnten.

    mandy

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  4. Ja, so ist Emi! Ich freu mich für Dich mit - spinnen ist einfach toll!

    @amandajanus: Hm, ich weiß nicht - wir heute spinnen als Hobby, zum Entspannen, wir MÜSSEN nicht. Wir MÜSSEN nicht unser Getreide mahlen, das Brot selbst backen usw.

    Früher MUSSTE man - und ob nach mehreren Stunden Flachs spinnen da noch so viel Entspannung da war, wage ich dann doch zu bezweifeln :o)

    Liebe Grüße
    Chris

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  5. liebe Chris, das weiß ich schon, dass wir eigentlich die Arbeit als Entspannung nutzen, ich denke aber schon, dass das Leben nicht so beschleunigt war, dass Arbeiten geordneter, den Bedürfnissen entsprechend geleistet wurden, damit auch ruhiger, ohne Hast. ich meine nicht, dass die Arbeit leicht war und sowas wie Entspannung, dass sie die Nerven aber nciht so aufrieb und befriedigender war, eben weil sie auf die Bedürfnisse ausgerichtet war.

    mandy

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  6. danke annacloud, das ist nett. ich musste ja herzlich lachen über 'die grosse tolle' :)

    @mandy und grainnee:
    ich glaube auch, dass zufriedenheit entsteht durch arbeit, die sicht- und greifbare waren produziert, für die man auch noch bestätigung bekommt, weil sie gebraucht werden. auch denke ich hat mandy recht, das leben ist sehr schnell heute und das überfordert, das hat vieles durcheinandergebracht, was jahrtausende gültig, überschaubar war. und auch wenn man etwas muss und nicht immer nur aus spass macht, kann es einem dennoch befriedigung geben. (das konzept 'alles muss spass machen' ist neu, seit einigen jahrzehnten erst da.) arbeit ist nicht ein übel, sondern eine wichtige und gute beschäftigung. arbeit, wie sie heute definiert wird und bei der keine befriedigung entsteht, die den menschen überfordert, nicht beachtet führt sicher nicht zur befriedigung elementarer bedürfnisse.
    ich will nicht sagen, früher war alles besser, aber heute ist es auch nicht so.
    auf jeden fall macht spinnen spass :)
    lieben gruss
    edina

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  7. ähmmm, wollte eigentlich schreiben: 'wie sie heute OFT definiert wird'

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  8. danke! genau das meinte ich! Die sogenannte Spaßgesellschaft führt in ein Dilemma, nämlich dass man schnell und hastig ungern arbeitet um dann ein paar Stunden Spaß zu haben. Die Arbeit selbst verliert an Sinnhaftigkeit.

    aber auch ich übe noch zufrieden zu sein in meinem täglichen Tun.

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  9. zufrieden... seufz. im kleinen nicht wahr? wie schwer das doch ist, wenn ich ständig aus meiner mitte heraus gerissen, zu einem anderen hin, der mich immerzu braucht... aber vielleicht ist das ja auch die falsche anforderung? vielleicht heisst zufriedenheit im fluss anzunehmen, was eben kommt, sein bestes tun und basta! egal!
    mandy, wir üben einfach zusammen, ja? :)

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